Aufmerksamkeitsstörungen äußern sich vor allem darin, dass Aufgaben unkonzentriert und flüchtig bearbeitet und oftmals nicht zu Ende gebracht werden. Die Kinder sind leicht ablenkbar und wenden sich stattdessen schnell wechselnden Inhalten zu. Sie erscheinen z. T.  wie aufgezogen oder ständig „auf dem Sprung“. Stillsitzen fällt ihnen schwer, was häufig zu eskalierender Bewegungsunruhe und auf vielfältige Art zu Konflikten führen kann.

Ist auch Ihr Kind häufig unaufmerksam, hat einen ständigen Drang nach Bewegung, kann schwer Regeln und Grenzen akzeptieren und es kommt vielleicht oft zu Auseinandersetzungen mit anderen Kindern und/oder Erwachsenen? Möglicherweise wurde die Diagnose  AD(H)S bereits gestellt? Und vielleicht gab es schon Versuche ohne erwünschten Erfolg?

Unsere Praxis für Ergotherapie in Schwerin bietet die ambulante Nachsorge psychisch erkrankter Kinder.

Besonders nach einer stationären oder teilstationären Behandlung bieten wir unseren Klienten Einzel- und Gruppentherapien. Besonderes Augenmerk haben wir dabei auf Kinder und Jugendliche.

  • Gruppentherapien für Kinder mit ADHS; ADS – hier besonders Klettern ein spannendes Medium
  • Gruppentherapien für ängstliche, gehemmt und unsichere Kinder -auch hier bieten wir das Klettern als ein hervorragendes Medium an aber ebenso die gesamte Bandbreite ergotherapeutischer Interventionsmöglichkeiten über Spiel, bewegungs-psychomotorisch und kreativ-handwerkliche Angebote.

Strand mit roten Gummistiefel

Die Aufmerksamkeitsdefizit-/Hyperaktivitätsstörung (ADHS), die auch als Aufmerksamkeitsdefizit-/Hyperaktivitätssyndrom oder Hyperkinetische Störung (HKS) bezeichnet wird, gehört zur Gruppe derVerhaltens- und emotionalen Störungen mit Beginn in der Kindheit und Jugend (nach ICD-10: F90–F98). Sie beginnt im Kindesalter und äußert sich durch Beeinträchtigungen in den Bereichen Aufmerksamkeit und Kontrolle von Impulsivität sowie durch ausgeprägte körperliche Unruhe (Hyperaktivität).

Die Häufigkeit der ADHS unter Kindern und Jugendlichen wird mit 5,9 bis 7,1 % beziffert.[1] Sie gilt heute als häufigste psychiatrische Erkrankung bei Kindern und Jugendlichen. Jungen sind merklich häufiger betroffen als Mädchen.[BÄK 1] Verlaufsstudien haben gezeigt, dass bei 40 bis 80 % der diagnostizierten Kinder auch in der Adoleszenz die Störung fortbesteht[BÄK 2] und mindestens in einem Drittel der Fälle auch noch im Erwachsenenalter ADHS-Symptome bestehen (siehe Aufmerksamkeitsdefizit-/Hyperaktivitätsstörung bei Erwachsenen).[BÄK 3] Unter betroffenen Kindern im Vorschulalter dominieren hyperkinetische Störungen ohne diagnostizierte Aufmerksamkeitsstörung, mit zunehmendem Alter nimmt die Häufigkeit eines Aufmerksamkeitsdefizits jedoch zu. Unter Erwachsenen ist die Aufmerksamkeitsstörung ohne ausgeprägte Hyperaktivität am häufigsten.[1]

Neben ADHS existieren alternative Bezeichnungen und Abkürzungen, die teilweise übereinstimmende Krankheitsbilder beschreiben, teilweise spezielle Ausprägungen bezeichnen. Umgangssprachlich verbreitet ist insbesondere die Bezeichnung Aufmerksamkeitsdefizitsyndrom oder -störung (ADS). Diese wird aber auch von Betroffenen der Aufmerksamkeitsstörung ohne ausgeprägte Hyperaktivität verwendet, wie auch die Abkürzung AD(H)S, die signalisieren soll, dass Hyperaktivität nicht zwingend als Symptom vorhanden sein muss. Veraltet ist die Bezeichnung Minimale Cerebrale Dysfunktion (MCD), die Diagnose Psychoorganisches Syndrom (POS) findet nur noch in der Schweiz Verwendung.[2] International wird üblicherweise von der ADHS als attention deficit hyperactivity disorder bzw. attention deficit/hyperactivity disorder (ADHD bzw. AD/HD) sowie der ADS als attention deficit disorder (ADD) gesprochen.

Die Aufmerksamkeitsdefizit-/Hyperaktivitätsstörung ist nach derzeitigem Stand (2009) ein multifaktoriell bedingtes Störungsbild mit einer erblichen Disposition, die die Ausbildung der Krankheit begünstigt.[3] Für den Verlauf und die individuelle Ausprägung spielen daneben psychosoziale Faktoren und Umweltbedingungen (z. B. die Unterrichtsqualität) eine wichtige Rolle. Allerdings gibt es, trotz vieler möglicher unterschiedlicher biologischer Ursachen, kein stimmiges und zugleich vollständiges Modell zur Genese von ADHS.[4]

Betroffene und ihre Angehörigen stehen meist unter erheblichem Druck. Versagen in Schule oder Beruf sowie die Entwicklung von weiteren psychischen Störungen sind häufig. Die Behandlung richtet sich nach dem Schweregrad, den jeweiligen Symptomen sowie dem Alter des Betroffenen. Wegen der Komplexität der Störung wird angestrebt, verschiedene Behandlungsansätze zu einer auf den Patienten und sein soziales Umfeld zugeschnittenen Therapie zu kombinieren.

 

Dieser Artikel basiert auf dem Artikel

Wikipedia-Aufmerksamkeitsdefizit-/Hyperaktivitätsstörung

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(Kurzfassung).
In der Wikipedia ist eine
Einzelnachweise
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